Camping Etruria – Marina di Castagneto Carducci

So. 27. Mai 2018. Heute erst mal ankommen und den Platz wirken lassen. Einen Nachteil finde ich recht schnell: kein Internet-Empfang. Wir haben den Stellplatz, der am weitesten von der Rezeption entfernt ist. Naja, dann schreib ich eben kein Tagebuch und guck mir zunächst die drei Waschhäuser an. Sie sind von außen sehr ähnlich gebaut und unterscheiden sich innen durch unterschiedliche Farben der Kacheln.  Bei jedem grenzt ein offener,  Reet gedeckter Bau zum Waschen von Geschirr und Kleidung an.

Das Sanitärgebäude  am Strand ist von üppigen Blumenbeeten umrahmt und es duftet nach frischen Kräutern, aber es ist das kleinste der Sanitärhäuser. Hier in Strandnähe kommt es schon mal zu Stau und leeren Papierbehältern, da nur 4 WCs vorhanden sind. So empfehle ich, auf eines der anderen Waschhäuser auszuweichen. Alle sind sehr schön gestaltet und vorbildlich sauber, Beautyraum mit mehreren Föns, sehr geräumige Einzelwaschkabinen, die Duschen mit Trennwand, genügend Haken und Ablagen. Die Kinderbäder sind ein besonderer Augenschmaus!

Kleine Arbeiten

Frank repariert den Fahrradträger und klebt mit dem Lötkolben die abgebrochene Halterung wieder fest. Der Mover hatte den Wohnwagen gestern beim Einparken blitzschnell hinten gegen einen Baum gedrückt, weil er wahrscheinlich in eine Bodenrinne geraten war. Bei meinem Rad hat sich anscheinend nur das Hörnchen am Lenker verdreht, der Lenker selbst scheint noch intakt zu sein, auch wenn er irgendwie schräg aussieht. Ebenso ist das Bugrad zwar lädiert aber intakt und ein Spannseil wird es zukünftig daran hindern, nochmals selbsttätig mitzulaufen.

Dann kommt für Frank das Geduldsspiel mit der Satelitenschüssel, das heute ganz schön langwierig ist.

Meine besondere Arbeit ist heute, die Ameisen aus dem Caravan zu vertreiben. Tausende von winzig kleinen Krabbeltierchen haben sich überall breitgemacht, auf Decken und Wänden, Polstern und Betten, in Schränken und Bademöblen, in allen Ritzen, … überall Ameisenstraßen. Frank hat schon Erfahrung mit der Plage und sucht nach Zugangswegen von draußen. Die meisten krabbeln über den Abwassertank, andere über alle vier Stützen ins Innere. Gleich kommt ein Ameisenmittel zum Einsatz, das wirklich hilft: Pulver Baygon von Bayer, das es aber heute so nicht mehr zu kaufen gibt. Die Ameisen meiden jetzt die Einstiege. Und für die Tierchen drinnen hilft leider nur der Staubsauger, ich sehe keine andere Möglichkeit. Mit Staubsaugen ist der Tag schnell vergangen und wir machen uns auf den Weg zum Abendessen nach Marina di Castagneto – als Ausgleich für gestern.

Weg in den Ort Marina di Castagneto Carducci

Am Meer entlang läuft man schätzungsweise eine halbe Stunde. Normalerweise ist der Sand am Meeresrand schön fest zum Laufen. Hier aber ist der Sand grobkörnig und ganz weich. Bei jedem Schritt sinkt man 3 bis 10 cm ein. Oh, ist das mühsam. Hinter den Dünen sehen wir nun Häuser. Vielleicht gibt es da eine befestigte Straße, die in den Ort führt. Es klappt. Die meisten Pizzerien haben keinen Gastgarten oder sind überfüllt. Ein bisschen vornehm sieht das Restaurant ja schon aus, in dem wir dann Platz nehmen. Restaurant soleluna Doch heute ist Sonntag und Frank bestellt eine Flasche Bolgheri Wein. Die Küche ist excellent: zum Willkommen gibt es kleine, gebackene Teigbällchen noch warm aus dem Ofen und auf einer schwarzen Schieferplatte serviert. Frank bestellt Risotto nach Sushi Art mit hauchdünn aufgeschnittenem Fisch. Die rundum drapierten Gemüsewürfelchen sind und exakt 5 mm groß. Geschmacklich vom Feinsten. Ich wähle das Tagesgericht Spaghettini quadro. Unbeschreiblich, aber besonders lecker. Das Lokal ist sehr zu empfehlen und heißt „soleluna“. Mit nicht einmal 50 € haben wir vorzüglich diniert und weniger bezahlt, als in der Pizzeria in Iseo am Hafen.

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