Lake Shkodra Resort

11. August 16. Nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, steht die Entscheidung fest: wir packen unsere Wanderstiefel wieder ein bis zum Herbst-Urlaub in Südtirol;  die Mountainbikes sind eh schon hinten am Wohnwagen festgeschnallt. Es war sehr interessant hier in der Sommerfrische, aber wir sehnen uns nach Wärme und lauen Sommernächten. Eine Stunde später machen wir uns auf den Weg zu einem der TOP TEN Campingplätze in Europa: Lake Shkodra Resort in Albanien.
Die Fahrt verläuft reibungslos, zwei Stunden bis zur Hauptstadt Montenegros Podgorica und kurz nach Mittag sehen wir schon das Schild zum Camp. Die Zufahrt geht ca. 1 km über eine staubige Schotterpiste in ärmlicher Umgebung aber dann, hinter dem Tor kommt die Überraschung.

Dieser Grenzübertritt war neu für uns. Wir kannten zwar die Grenzstationen von Griechenland kommend bei Kakavi bzw. Konispol sowie den nordwestlichen Übergang bei Sukobin (E851), aber bei Han i Hotit hatten wir noch nie die albanische Grenze gequert. Auf montegrinischer Seite stieg die Straße kontinuierlich hoch zum Grenzpass, die Fahrbahn wurde etwas schmaler, Seitenstreifen fehlten. Aber alles kein Problem! Dann stand der erste LKW in der Fahrspur, davor der nächste, und der nächste usw., bis zur Kurve. Von der Grenzstation war nichts zu sehen. Also standen wir brav im LKW-Stau. Ein PKW nach dem anderen scherte hinter uns aus, zog vorbei und quetschte sich bei Gegenverkehr schräg in eine Brummilücke. Versuch das mal mit einem 12m-Gespann. Die Zollabfertigung bei Lastwagen kann dauern, vor allem hier. 400m weiter vorne war vor einem liegengebliebenen Truck eine Lücke entstanden. Risiko: Herausziehen, Gas geben und beten, dass keiner entgegenkommt. Ging gerade so gut! Aber von hier aus konnte man in der Ferne schon die Grenzgebäude erkennen. Dann ein Glücksfall! Ein nach Montenegro einreisender Bus wurde kontrolliert. Herausziehen, Gas geben und kurz vor dem Reisebus zum Stehen kommen. Wir blockierten jetzt zwar komplett den Grenzübergang, aber das schien keinen der Uniformierten zu stören. Irgendwann befanden wir uns dann doch wieder auf der Ausreisespur und rollten ohne weitere Schwierigkeiten über die Grenze. Noch ein Tipp: Aufsteckspiegel vorher abbauen. Wird sonst zu eng! (Anm. d. Ehem.)

Lake Shkodra Resort

Wir sind auf dem schönsten Campingplatz in Albanien, sehr gepflegt, große beschattete Stellplätze mit Strom- und Wasseranschluß, freie Grünflächen mit beinahe englischem Rasen, gut ausgestattete, blitzsaubere Sanitäranlagen mit Toilettenrollen und Handtüchern, auch WLAN ist frei.
Lake Shkodra Resort liegt direkt am See, davor ein platzeigener Sandstrand mit Liegestühlen, Hängematten und Sonnenschirmen. Ein langer Holzsteg reicht weit in den See hinaus und ist zum Baden und Angeln ideal.

Glamping = glamouriöse Campingunterkünfte

Naturfreunde, die im Urlaub nicht auf Luxus und Außergewöhnliches verzichten möchten und trotzdem in der Natur sein wollen, finden auf einem eigenen Areal ideale Behausungen.  Die Glamping-Zelte sind ausgestattet mit komfortablen Betten nebst Federkernmatratzen, mit antiken Möbeln, Polstersesseln, Couch, großen Teppichen, Ventilator, abschließbarer Vordertür, Hängematte usw. Die Grundstücke im Glamping-Bereich sind riesengroß.
Oder etwa gleich ein extravagantes Baumhaus mit ganz besonderem Flair und Luxus Lodge buchen,  oder eine Almhütte ? Wir sind da lieber in unserem guten, alten Wohnwagen.

Das Strandrestaurant und die Bar sind wirklich sehr zu empfehlen. Neben Pizza, gegrilltem Fleisch und Fisch gibt es auch traditionelle, albanische Küche mit selbst angebautem Gemüse, alles frisch und von bester Qualität. Seht euch mal die Preise an, Pizza ab 2,90, der Liter Rotwein 6,50 Euro sagenhaft günstig und alles schmeckt super. Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und unglaublich schnell.
Auch hat man von hier aus Blick auf die schönsten Sonnenuntergänge. Heute Abend ist hier eine Hochzeitsgesellschaft zum Fotoshooting und so konnte ich meine Kamera nicht in der Tasche lassen und es war für mich gar nicht leicht, aus den ca. 50 Fotos drei auszuwählen. 😉

 

Auch das Klima ist bei unserem Aufenthalt im Sommer ist sehr angenehm, nicht zu heiß, nicht zu windig. Einziger Nachteil für mich war das Schwimmen im See. Obwohl der Shkodrasee (auch Skutarisee genannt) der größte See der Balkanhalbinsel ist, war im August das Wasser sehr warm und seicht. Der Skutarisee hat nur wenige Meter Tiefe und das Wasser riecht etwas brackig. Am Ufer treiben viele abgestorbene Algen und Pflanzenteile, also das Wasser lässt zu wünschen übrig. Den Steg sollte man besser mit Badeschuhen betreten sonst verbrennt man sich fast die Fußsohlen. Vom Steg aus ist es dann schon angenehm, mal ins Wasser zu tauchen. Doch Vorsicht, es treibt einen ziemlich in die Seemitte und man sollte ausdauernd schwimmen können.

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