Medjugorje Marien-Erscheinungen

Der Platz in Blagaj ist auch ideal, um mit dem Bus die Weltkulturerbe-Stadt Mostar zu besuchen. Touristenattraktion ist die Alte Brücke (stari most wurde im Bosnienkrieg zerstört und 2004 wieder aufgebaut), die den kroatischen und den bosnischen Teil der Stadt verbindet. Oder man radelt durch das historische Blagaj, das auch sehr viel zu bieten hat: die Karstquelle der Buna mit einem Derwisch-Kloster eng an den Fels gebaut oder die Ruinen der alten Festung Stjepan grad oberhalb der Stadt. Die Einflüsse der Osmanen sieht man an den vielen Moscheen, Plätzen und Baudenkmälern. Da wir dies alles schon kennen, machen wir diesmal einen Ausflug nach Medjugorje, 30 km südwestlich.

6. August 2016

Medjugorje – Marien-Erscheinungen

International bekannt wurde der Ort 1981, als sechs Bauernkindern das leibliche Bild der Muttergottes erschienen ist. Diese Erscheinung soll sich seither bei drei der Sehern jeden Tag wiederholen. Den anderen Dreien erscheint die himmlische Madonna nur noch einmal im Jahr mit 10 Geheimnissen. Die Marien-Botschaften werden jeden Tag vorgelesen und am Anschlagbrett der Kirche veröffentlicht.

Seither pilgern jährlich Millionen von Menschen nach Medjugorje, obwohl der Ort von der Kirche nicht als Wallfahrtsort anerkannt ist. Auch die Wunderheilungen oder andere unerklärliche Phänomene unterscheiden sich in den Zeugenaussagen erheblich. Bislang soll es 42.000 Erscheinungen gegeben haben. Das wird von den Ortsbischöfen deutlich abgelehnt und die Glaubwürdigkeit einiger Seher wird stark angezweifelt. . .

Trotdem pilgern Menschen aus allen Ländern meist mit Reiseunternehmen in diesen Ort. Die Touristikbranche boomt. Viele kommen in der festen Überzeugung, dass sie hier von einem Leid befreit werden oder eine innere Umkehr zum Glauben erfahren. Andere möchten nur herausfinden, was diesen Ort wohl so besonders macht.

Ein Souvenirladen reiht sich an den anderen und überall sieht man den gleichen Kitsch. T-Shirts mit himmlischen Bildern bedruckt, Rosenkränze in allen Farben, Kreuze, Madonnen, Schneekugeln mit Jesus und Maria. Auch während der Gottesdienste geht der Rummel im Dorfzentrum weiter.
Zumindest profitieren die Menschen in dieser ehemals sehr armen Gegend von den Millionen an Pilgern und Wallfahrern. Für sie ist das bestimmt ein Wunder.

Auch finde ich es positiv, wenn sich so viele Jugendliche zu Pilgerreisen und Gebetsgruppen zusammenschließen.  Dr. Frane Franić (Erzbischof von Split) sagte: „Die Königin des Friedens hat durch ihre Erscheinungen in sechs Jahren mehr bewirkt, als wir Bischöfe alle zusammen  in 40 Jahren Arbeit in unseren Diözesen.“Medjugorje Marien-Erscheinungen

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