Sulzano – Monte Isola

Donnerstag 24.Mai
Der Iseosee ist 25 km lang und maximal 4,7 km breit. Mitten im See liegt die größte Insel in einem südeuropäischen Binnensee: Monte Isola. Und diese wollen wir uns heute ansehen. Mit dem Rad fahren wir zunächst einen ziemlich autofreien, geteerten Weg zwischen Bahnlinie und Campingplatz bis zum nächsten Ort Pilzone. Danach gehts  ca. 3 km auf der Hauptstraße weiter, aber der Verkehr ist mäßig und an Radfahrer gewohnt. Der Hafen in Sulzano ist leicht zu finden und das Linienboot zum Monte Isola steht schon bereit. Da das Ticketbüro gerade Mittagspause hat, dürfen wir an Bord lösen. Die Hin- und Rückfahrt mit Fahrrad kostet 10,20 € pro Person.

Die Fähre legt in wenigen Minuten am bekanntesten Ort Peschiera Maraglio im Süden der Insel an. Die Insel hat ca 9 km Umfang und ragt mehr als 400 Meter aus dem See heraus. Wir halten uns zunächst nach links. DieTouristenmengen erlauben nur das Schieben der Räder, doch bald verläuft sich die Schar und wir treten in die Pedale. Wir haben keine Landkarte und stellen bald fest, dass der Weg am Ufer nach kurzer Zeit endet. Zurück oder die Abkürzung über die steile Straße hochschieben? Natürlich vorwärts nach oben und so kommen wir gewaltig ins Schwitzen.

Die herrlichen Ausblicke Richtung Insel San Paolo entschädigen für die Mühe. Oben angekommen findet sich auch gleich der Kiosk Chiosco Oasi da Silvana – mit Fassbier. Die Dame hinter der Theke ist sehr eifrig am Smartphone beschäftigt und erklärt die Toilette als privat. Wir sind die einzigen Gäste und ziehen bald weiter.

 

Die Kirche Santuario della Madonna della Ceriola auf der Bergspitze sparen wir uns. Die Abfahrt durchs Landesinnere an die Nordküste ist grandios. Der Uferweg ist, bei frischer Brise  und herrlichen Ausblicken, ein Highlight – kleine Autos sind nur in Ausnahmefällen zugelassen. Auf der Insel gibt es eine Buslinie und die Bewohner dürfen Mopeds und Motorroller nutzen. In den engen Gassen kommt es dann wegen vieler Touristen oft zum Chaos. Die Zweitakter stinken fürchterlich und sind sehr laut. Im See wachsen Bäume – ich habe noch nicht herausgefunden, welche.  So kann man die sehr schmale Uferstraße trotzdem mit schattenspendenden Bäumen begrünen.

 

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